Fresssack

Als einer der Wenigen, die definitiv selbst hinsehen und denken, bin ja der Ansicht, dass es auch den vielgeschmähten „Kapitalismus“ gar nicht gibt, denn die Praxis kennt keine Theorie und schon gar keine Doktrinäre.

Wir leben einfach lediglich in einer Welt aus Ursachen und Wilkungen, wie Heraklit schon predigte, ein Sein im logischen, folgerichtigen, immerwährenden Werden.

Daraus ergibt sich beispielsweise: Man kann Versuchen alle Menschen reich leben zu lassen, ABER man muss dann auch die Zahl der Menschen und deren Verbrauch limitieren, ansonsten ist es so wie jetzt. Alle versuchen sich über Alle zu stellen und die Basis, der Boden, also die Welt, verschwindet in der Tiefe. Das ist übrigens, wie wir an 3000jährigen Aufzeichnen unschwer erkennen können, eine sehr stabile Konstanke menschlichen Seins, Grossreiche kamen, Grossreiche gingen, die räuberichsten unter ihnen übrigens Anfangs meist „demokratischer Natur“.

Nun ja, man weiss genau so lange auch, dass jegliche gesellschaftliche Struktur nur wenige Mahlzeiten von ihrem Untergang entfert sind. Auf diesen Zustand steuern wir, die Menschheit, Zeit meines Lebens mit hoher Beschleunigung zu. Man bennt das Wirtschaftswachstum und alle müssen es mittlerweile mitansehen, aber die überwiegende Mehrheit leugnet es, immer noch.

Ich? ……. bin mir ziemlich sicher, dass sich jegliche „politische Diskussion“ gerade erübrigt, denn die Reaktion auf unangenehme Fakten, grosse Flächenbrände, Wassermangel, Ernteausfälle, Lieferkettenkrise, wird die Absicht zur Verbesserung erstmal zur Lachnummer degradieren. Das kann man seit Mitte der 1970ziger wissen, aber wollte man halt nicht.

Jetzt wird gegessen was bestellt wurde. Alte ExAnarchisten wie ich könnten nun sagen: We told you so! aber wir machen jetzt lieber Sinnvolleres, Endzeitparty und schon mal den potentiellen Schwarzmarkt studieren.

Das Würmchen namens Menschheit hat sich bald durchgefressen………

3 Kommentare zu „Fresssack

  1. Seit Mitte der 70er, ja. Club of Rome, der stumme Frühling und so weiter…
    Seither kann man es nicht nur wissen, sondern weiß es sicher. Wer sehen wollte und konnte, sah bereits Vorboten. Und manche, längst vergessenen, wie die Zerstörung der Flora und Fauna auf Inseln und den Kontinenten, die der Mensch später besiedelte (ja doch, schon durch die sogenannte Urbevölkerung! Und dann natürlich noch mal!) werden ebenfalls schon eine ganze Weile beschrieben.
    Und bei Gelegenheit immer mal geleugnet.

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    1. Nun ja…… das waren noch regionale Probleme. Ich war im April und Mai in Südeuropa und das schlimmste Ereignis dieser Periode war die Rückreise, als mir das marode, deutsche Grün paradiesisch vorkam.

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    2. Ja, so ähnlich ging es mir, schon lange her, in Studententage. Heißes Griechenland, trockene Inseln, teilweise ohne Wasser – das Wasserschifff kommt erst nächste Woche! – und dann die Zugfahrt über die Alpen: nebelverhangene Bergwälder. Feuchtigkeit genug. Wie schön!
      Ich verstehe heute noch nciht, wieso ich aus der ganzen Gruppe einzig so empfand.

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