SF – Spekulationen und Möglichkeiten

Man darf den Wüstenplaneten als Reihe in der sämtliche Aspekte menschlicher Religio, Philosophie und Soziologie in wunderbarer Weise detailliert und in eine mögliche Zukunft abstrahiert werden durchaus lesen. Ein Machwerk für Gebildete, man braucht definitiv eine solide Vorbildung um die darin verwursteten Gedankenkonstrumte zu genießen.

Marc Uwe Kling mit Qualityland und Frank Schätzing mit Die Tyrranei des Schmetterlings behandeln das Thema künstliche Intelligenz in brillianter Weise angesichts aktueller Erkenntnisse, wer das liest oder hört ist geneigt sich von jeglicher Informationspreisgabe zu verabschieden.

Meine Lieblingsklassiker:

Lem- Der futurologische Kongress

Dick- Valis

Brunner- Morgenwelt

Huxley- Schöne neue Welt

UND der absoluter Brüller Adams- Das Restaurant am Ende des Universums, gibt es auch bei Youtube als Hörbuch, gelesen von Herr Ulmen.

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Sackesel

Der Verfall der Sitten ist echt krass, man bekommt noch nicht mal mehr den angemessenen Respekt für einen ordentlichen Rülpser im Nobelrestaurant gezollt!

Pommerland

brennt wohl gerade ab, jedenfalls die Reste davon! Und unsere Politiker sehen immer noch die Klimaziele als zweitrangig an.

Kann man ihnen dafür einen Vorwurf machen?

Ich denke NEIN, ein Blick auf die Strassen genügt! In einer Gesellschaft, in der die Hausfrauen mit nem SUV zum Einkaufen eiern, ist der Klimawandel offensichtlich gewollt. Spart ja auch enorme Heizkosten in der Zukunft *g*

Brotsack (Disorder)

Seit zwei Monaten hab ich ne eigene Wohnung, ich hab noch nicht mal die Wandfarbe geändert, obwohl sie grausam ist, geschweige denn Möbel dort hineingeräumt. Ich schlaf da eh nur wenn ich zuviel zu tun habe und mir den zweistündigen, alternativen „Heimweg“ aus körperlichen Gründen ersparen muss. Eigentlich will ich gar keine eigene Wohnung, eigene Wohnungen sind selbstkonstruierte Gefängnisse für Kleingeister, die sich von anderen Kleingeistern räumlich abgrenzen müssen. Eine Denkweise, bei der Gartenzwerge mit Schiessbefehl wahre Verkaufsschlager wären. Ich nahm mir die Wohnung nur, weil sie mir mietfrei zusteht, weil meine Umwelt meint ich muss doch irgendwo wohnen und weil mein Bruder mir in meiner bisher höchsten Not anriet, mir doch nach meiner nächsten Operation eine andere Bleibe zu suchen als das Gästezimmer meiner Mam. Klar hatte ich noch andere Möglichkeiten, aber ich wollte den Preis der Vereinnahmung nicht zahlen müssen, oder unter den Augen eines pubertierenden „nicht mein Kind“ dahinvegetieren. War interessant und lehrreich, die Antwort auf die Frage wohin mit mir im Zustand der krankhaft bedingten Ruhebedürftigkeit.

Noch spannender war zu recherchieren was mit meinem Laden passierte. ALLE Sicherungsmechanismem, die ich für mein (früher war es mal unser Familien-) Unternehmen schuf sind mittelfristig, immerhin war ich n 1/2 Jahr weg, an der konsequenten Kurzsichtigkeit der Verbliebenen zerschellt. Geschäfte machen ist ein Spiel von Angebot und Nachfrage, man muss es fortwährend mit Geschick betreiben oder man scheitert. Wer dabei denkt, es ist immer das Selbe, irrt und verzockt sich. Es war mir nicht möglich meine Irren dazu zu animieren mal wenigstens temporär den Kopf zu heben um Weitsicht zu praktizieren. Die Ratten, jene zwei kreativen Köpfe die sich mit meinen Geschwistern messen konnten, sind jetzt von Bord, weggemobbt, und ich steh vor nem wahren Trümmerhafen. Jene, mit denen ich verschwistert bin, im Grunde nicht nur in dem 1/2 Jahr, die treibenden Kräfte auf dem Weg in die Katastrophe, bieten mir nun lautstark Hilfe an, Hilfe auf die ich allzugerne verzichte, bedeutet die Annahme doch im Grunde die Versklavung meines Wesens. Hab ich das verdient? Ich, der Älteste von Dreien, jener der immer auf seine kleineren Geschwister aufpasste weil er sie liebt. Offensichtlich, sonst würde es ja so nicht stattfinden! Man erkennt ihre Hilflosigkeit mühelos an ihrer Antwort auf meine Frage: Wohin soll denn Eurer Meinung nach die Reise gehen? Lautstarkes, langanhaltenedes Schweigen, danach die Forderung an mich: Das musst Du uns doch sagen. Und wenn ich dann erläutere, welche Scheisshaufen die Realität uns zur Wahl stellt, lautstarkes VERNEINEN. Genau der gleiche Müll wie in der gerade stattfinden Politik. Trotzköpfe, die nie etwas zustande brachten blokieren jegliche vernünftige Lösungsansätze. Ich bin meinen zwei Ratten, das ist übrigens eine zugeneigte Bezeichnung, sind Ratten ja den Drecksäcken nicht unähnlich, in keiner Weise böse, dass sie sich aus dieser Situation befreiten.

Und jetzt?……. stehe ich vor der Entscheidung was mach ich mit dem Zeugs? Reparieren ist einfach, ich muss mich lediglich wieder dem Spiel hingeben, Kaufmänner sind auch nur Diebe und Führer sind letztlich Energiehändler, die den Kleingeistern zeigen wo es lang geht. Wahrscheinlich ist unsereiner auch „kleingeistig“ aber der winzige Ausschnitt an mehr Realität, also Ursache und Wirkung, den wir sehen macht uns zu wirkungsmächtigen Manipulatoren unsrer Umwelt. Ich weiss auch nicht, was richtig und falsch ist, aber ich weiss wie man folgerichtig Konsequenzen generiert und aushält, wie man sät und erntet und damit ist man locker in der Lage Säcke mit Brot zu produzieren. ABER ich brauche Jahre um die zwei Schlüsselfiguren, jene hochbezahlten Ratten die mich verliessen, zu ersetzten. Jahre ohne Urlaub oder anständige Pausen für mich, einem alten, kranken Mann. Ziemlich gewagt den Weg zu beschreiten, vor allem wenn man noch Reste von Verantwortung für treue Mitarbeiter, ja von denen hab ich noch einige an meiner Seite, in sich trägt. Trotz der Lippenbekenntnisse meiner Geschwister da mitzumachen werd ich das wohl sein lassen. Wenn es eng wurde in den letzten Jahrzehnten haben die mich immer sitzen lassen und Geschäftsführung durch Leute, die es in drei Jahrzehnten nicht nötig befanden zu lernen wie man Bilanzen interpretiert, neee das wär ein Selbstmordkommando. Energieverschwendung!

Montag beginnt meine Raumaustatterin, gemeinsam mit einem leistungswilligen Handwerksrentner der käuflichen Art, die Wohnung herzurichten und es wird ein Palast, eines wahren Grosskotz würdig. Besucher werden „boah wie außergewöhnlich schön“ vor sich hinglotzen, aber ich werde darin nur Gast bleiben, Gast bei mir, Gast in einem Gefängnis für Kranke.

Und meinen Laden, den bring ich wohl am besten auf würdevolle Weise zu Ende. Was bleiben mir sonst für Möglichkeiten? Weit und breit niemand der mich (wirklich) unterstützt und wenn ich falle, ist s eh rum. Nach 3 Monaten intensiver Umstrukturierungen der Organisation gelang es mir zwar das Unternehmen wieder die Gewinnzone zu führen, aber was nutzt das, angesichts der Tatsache, dass dies ausschließlich auf Grund meiner Steuerung funktioniert? Nicht das die verbliebenen Mitarbeiter unwillig wären, sie sind einfach nicht in der Lage zu erkennen wie man was an den Fluss der Geschehnisse anpassen muss um einen Speditionsbetrieb, der sein gutes Geld mit individuellen Lösungen verdient, in der Gewinnzone zu halten.

Ratlosigkeit in mir auf allen Ebenen, auch die Frau an meiner Seite ist hilflos. Funktionierende Normalität kann ich ihr nicht bieten, mit konfuser Ungewissheit kommt sie nicht wirklich klar. Der Eindruck, dass sie mich lediglich noch erduldet weil sie halt so funktioniert verdichtet sich zusehends. Angesichts meiner individuellen Probleme ihre maßlose Enttäuschung wegen eines nichtstattfindenden, gemeinsamen Urlaubes erspüren zu dürfen ist zwar verständlich, aber das hat sie nicht verdient, genau so wenig wie ich es mir zumuten muss auch noch die Ursache für solche Enttäuschung zu sein. Noch ist mein Impuls auch da Distanz zu schaffen nur gelegentlich vorhanden.

Und ich?????? ………… werd meine Störung wohl weiterhin genießen müssen und der Mann sein der mich an der Hand nimmt und führt! Freiheit ist nichts anderes als die Fähigkeit sich aussuchen zu können welche Konsequenzen man geniessen mag und bei welchem Spiel man sich verzehrt. Ja ich bin gestört, vollkommen krank, aber offensichtlich weitaus gesünder als die „Normaten“, denn meine Wege führen immer zielsicher an wirklich desaströsen Situationen vorbei. Eine schon immer seltene Gabe in dieser, unsrer Welt.

Einen Sack voll Zuversicht

trug ich immer mit mir herum. Irgenwo isser wohl stehen geblieben. Mein Vertrauen ist mir auch vollständig abhanden gekommen, ich trau nur noch Nasen die ich vorher berechnete. Jene die ich liebe, denen traute ich übrigens auch noch nie, denen gab ich mehr, nämlich wohlwollende Unterstützung auch auf offensichtlichen Irrwegen und das Recht mich jederzeit verletzen zu dürfen, ohne das ich mich dagegen wehre. Ich könnt noch ein weiteres Mal den Krieger spielen, aber wofür? Kampf in einer sterbenden Welt? Lohnt es sich überhaupt noch darin zu überleben. Die Erinnerungen an das was war erscheinen paradiesisch, auch wenn die Wolken des „kalten Krieges“ allgegenwärtig waren und die Müllhalden hoch. Aber die Zukunft verspricht eine von Heuschrecken kahlgefressene Welt, kahlgefressen von den gierigen Kleingeistern um mich herum. Dummes, elendes Pack! Soviel Geld auf so vielen Konten, aber was können sie demnächst noch dafür kaufen? Giftige Lebensmittel, überteuerte Immobilien, verseuchtes Wasser. Das nennen sie dann FORTSCHRITT! Egoismus und Neid, mehr konnten die nie. Wenn das Menschen sind, was bin dann ich?

Und die Jungen? Schaltet die Kohlekraftwerke ab, aber wehe mein Handy lädt nicht mehr😂😂😂